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Säure-Basen-Haushalt ausbalancieren
wdv/Jan Lauer
Symbolbild

Ständige Müdigkeit, Hautprobleme, Gelenkbeschwerden – bei vielen gesundheitlichen Problemen wird eine Übersäuerung des Körpers vermutet. So bleibt der Säure-Basen-Haushalt in der Waage.

Der menschliche Organismus arbeitet wie eine Chemiefabrik. In jeder einzelnen Körperzelle laufen täglich unzählige chemische Reaktionen ab. Dabei entstehen auch überschüssige Säuren. Damit der Säure-Basen-Haushalt im Gleichgewicht bleibt, hat der Körper regulierende Mechanismen, sogenannte Puffersysteme. Kommt es zu einer vermehrten Bildung von Säuren, kann das Blut sie neutralisieren. Bis auf extreme Situationen bleibt der pH-Wert des Blutes immer konstant bei etwa 7,4. Das heißt, es ist weder zu sauer noch zu basisch.

Kann der Körper übersäuern?

Der Begriff der Übersäuerung ist in der Schulmedizin umstritten. Fakt ist, dass das Bindegewebe als Säurespeicher dient. Wird es zu stark mit Säuren belastet, ist damit die sogenannte Übersäuerung gemeint. Richtiger ist es, von einer Abnahme der Pufferkapazität zu sprechen. In extremen Situationen kann es jedoch durchaus zu einer Übersäuerung kommen. Betroffen sind zum Beispiel Leistungssportler bei hohem Mineralienverlust oder Diabetiker.

Säure und Basen in Lebensmitteln

Säurebildend und damit eher ungünstig für den Säure-Basen-Haushalt sind eiweißreiche Nahrungsmittel wie Fleisch, Wurst, Fisch, Käse und Eier sowie Weißmehlprodukte, Zucker, Kaffee, Tee und Alkohol.

Zu den basenbildenden und damit günstigen Lebensmitteln zählen Gemüse aller Art (außer Rosenkohl und Hülsenfrüchte), Blattsalate, Obst und Kartoffel. Ebenso Frischmilch, Molke, Sahne und Tofu.

Fette und Öle gelten als neutral wirkende Lebensmittel. Der Geschmack eines Lebensmittels spielt übrigens keine Rolle. Schokolade schmeckt zwar süß, gehört aber zu den Säurebildern. Als günstig für den Säure-Basen-Haushalt gilt, wenn höchstens ein Viertel der täglich aufgenommenen Nahrung säurebildende Lebensmittel sind.

Basenkur für mehr Energie

Eine Basenkur unterstützt den Säure-Basen-Haushalt des Körpers. Dabei wird über zwei bis drei Wochen eine Mischung basischer Mineralstoffe und Spurenelemente eingenommen: Dazu gehören zum Beispiel Zink, Magnesium und Kalzium.

Als Hauptursache gilt ein Zuviel an Eiweiß wie Fleisch und Wurst und ein zu geringer Verzehr von Gemüse und Obst.
Bei entzündlichen Erkrankungen der Haut kann sich eine basenreiche Ernährung beziehungsweise die Ergänzung der Nahrung mit basischen Mineralien günstig auf die Abwehrkräfte der Haut auswirken.
Langfristig kann eine chronische Übersäuerung zur Entstehung von Osteoporose beitragen. Denn es werden Mineralien wie Kalzium und Magnesium aus dem Knochen gelöst, um die Säure im Körper zu neutralisieren.
Bei Stress, Krankheit, ständigen Befindlichkeitsstörungen oder hohem Fieber kann es sinnvoll sein, das Säure-Basen-Gleichgewicht durch die Ernährung oder Mineralstoffe aus Basenpulvern zu unterstützen.
Das ist sehr unterschiedlich und hängt auch von den Essgewohnheiten ab. Eine Entsäuerungskur mit einem Basenpräparat wird über die Dauer von zwei bis drei Monaten empfohlen.

Max Krieger,

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