Montag, 18. Juni 2018
Erkältung PDF Drucken E-Mail

Erkältung  schnupfen  
     
Schon wieder erkältet?    
     
Wenn es Sie erwischt hat Thema 1  
Wie funktioniert unsere Atmung?  Thema 2
 
Wie werden unsere Atemwege freigehalten?  Thema 3
 
Was passiert bei einer Erkrankung? Thema 4
 
Wie können sich Atemwege entzünden?  Thema 5
 
Warum husten wir? Thema 6  
Vorbeugen ist besser als heilen  Thema 7
 
Checkliste: Wann zum Arzt?  Thema 8
 
     

 
Wenn es Sie erwischt hat
Kopf dicht? Nase zu? Husten?

Wenn die Symtome auftreten, ist meist eine ansteckende Erkrankung der Atemwege die Ursache. Viren haben den Weg zu den Schleimhäuten der Atemwege gefunden. Oft wird zu spät etwas unternommen und aus einer anfangs harmlosen Atemwegsinfektion mit laufender Nase kann schnell eine festsitzende Entzündung der Nasennebenhöhlen oder Bronchien entstehen.

Ständig attackieren weit über 200 verschiedene Erreger unsere Atemwege - also Nase, Rachen und Bronchien. Erwachsene erkranken 2 bis 6 mal im Jahr an einer Atemwegsinfektion; Kleinkinder und Kinder stecken sich sogar noch häufiger an, da ihr Abwehrsystem noch nicht entwickelt ist. 

 

Wie funktioniert unsere Atmung?
 
Jede Zelle unseres Körpers benötigt Sauerstoff. Beim Einatmen gelangt die Luft durch die oberen Atemwege - mit der Nasenhöhle und den angrenzenden Nasennebenhöhlen über den Rachen in die unteren Atemwege. 
 
Hier erreicht die von Schwebstoffen gereinigte und angefeuchtete Luft über die Luftröhren die Bronchien. Unser weit verzweigtes Bronchialsystem sieht aus wie ein großer Baum mit ausladender Krone und ist mit unzähligen vielen Lungenbläschen überzogen. Der Sauerstoff dringt durch die mikroskopisch dünne Haut dieser Bläschen ins Blut und wird dort von den roten Blutkörperchen aufgenommen.

Wie werden unsere Atemwege freigehalten?
 
Unsere Atemwege sind mit einer Schleimhaut bedeckt. Die Oberfläche dieser Schleimhaut besteht aus Schleimdrüsen, Flimmerzellen und -härchen.
 

Die Schleimhaut sondert ständig einen dünnflüssigen Schleim ab, der als Schutzschicht die gesamten Atemwege auskleidet. Die Flimmerhärchen sorgen dafür, dass Schadstoffpartikel, Viren und Bakterien aufgefangen und mundabwärts abtransportiert werden. Sie bewegen sich ständig hin und her, wie ein Weizenfeld im Wind. Die Vorgänge an der Atemwegsschleimhaut werden auch als biologischer Selbstreinigungsmechanismus der Atemwege bezeichnet. Die Schleimhaut der oberen und unteren Atemwege ist identisch aufgebaut. Dieses fördert ein Übergreifen der Erkältung auf die obere und / oder die untere Etage.

Was passiert bei einer Erkrankung? 
 
Atemwegsinfektionen werden fast immer durch Viren verursacht. Sie infizieren die Schleimhäute der Atemwege: 
der Nase                                        (Schnupfen = Rhinitis)
der Nasennebenhöhlen             (Sinusitis)  und / oder
der Bronchien                               (Bronchitis)
Die Schleimhaut entzündet sich, schwillt an und produziert vermehrt zähflüssigen Schleim, der sich festsetzt. Die Flimmerhärchen verkleben und können den Schleim nicht mehr transportieren.
 

Wie können sich Atemwege entzünden?
 
Wenn die Erkältungsviren Sie erwischt haben, beginnt es zunächst in der Nase zu kribbeln. Schließlich fängt die Nase an zu laufen und der Schnupfen setzt sich fest. Hinzu kommt meist die Beeinträchtigung des Allgemeinbefindens: Sie fühlen sich müde, abgeschlagen und haben Kopfschmerzen. 
Die engen Verbindungen zwischen Nasenhöhle und den Nebenhöhlen werden durch die Schleimhautschwellungen verschlossen, so dass ein verstärkt gebildetes schleimiges Sekret nicht abfließen kann. Hat sich die Entzündung in den Nasennebenhöhlen festgesetzt, entsteht ein Druck, der sich beim Vorwärtsneigen des Kopfes verstärkt und starke Kopf - oder Gesichtsschmerzen verursachen kann (Druckkopfschmerz).
 

Warum husten wir?
 
Husten ist eine normale Abwehrreaktion der Atemwege auf eingedrungene Fremdkörper jeder Art, vom Staubkorn und Schmutzpartikel bis zu Krankheitskeimen. Normalerweise produzieren die Bronchien täglich etwa 100 ml Schleim, der im Laufe des Tages abgehustet wird.
Bei einer Entzündung der Bronchien (Bronchitis) sind vor allem die Schleimhäute der Bronchien von Schwellung und Produktion von vermehrt zähflüssigem Schleim betroffen. Meist entwickelt sich ein quälender Husten, teilweise mit Auswurf. Dieser Auswurf kann eitrig werden. Der Brustkorb schmerzt und die Körpertemeratur ist oft erhöht. Fallls sich diese verstärkten Beschwerden bei Ihnen bemerkbar machen, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen.
Häufig auftretende Infekte der Atemwege sind eine lästige Angelegenheit. So lange jedoch nach einem Infekt die Symptome vollständig wieder abklingen, können sich die Schleimhäute regenerieren und ihre Schutzfunktion wieder wahrnehmen. Bleiben Symptome allerdings zurück, können sich die Bronchialschleimhäute chronisch entzünden. Es wird dann dauerhaft zäher Schleim gebildet und Erreger haben es leichter einzudringen. Bei chronischer Bronchitis kommt es daher häufiger zu Infektionen als bei intakter Schleimhaut.
 



Vorbeugen ist besser als heilen
 
Um gesund und fit zu bleiben, sollten Sie Ihre Abwehrkräfte stärken. Die folgenden Tipps helfen Ihnen dabei:
Vitamine ! Machen Sie frisches und schmackhaftes Obst und Gemüse zu einem festen Bestandteil Ihres Speiseplans. Nikotin, Kaffee und Alkohol sind Dämpfer für Ihr Immunsystem. Sie sollten sie besser meiden oder einschränken. Mit Bewegung, möglichst an frischer Luft, kurbeln Sie neben Ihrem Kreislauf auch Ihre Abwehrkräfte. Für ein funktionsfähiges Immunsystem braucht Ihr Körper Erholung. Gönnen Sie sich den Genuss, ausgeschlafen den Tag zu beginnen. Sorgen Sie für einen Ausgleich zu Hektik und Stress des Alltags, um Ihr seelisches Gleichgewicht zu fördern, z.B. mit einem schönen Buch oder Entspannungsübungen, wie autogenem Training.
 

Checkliste : Wann zum Arzt? 
 
1. Der Schnupfen ist nach 10 Tagen nicht abgeklungen.
2. Das Fieber steigt über 39 Grad Celcius.
3. Länger als fünf Tage Schmerzen hinter Stirn und Wangenknochen.
4. Bei Ohrenschmerzen oder Ausfluss aus dem Ohr.
5. Bei anhaltenden Kopfschmerzen
6. Bei starke, schmerzenden Husten.
7. Bei geschwollenen Mandeln mit eitrigen Belägen.
8. Bei stark geschwollenen Lymphknoten am Hals.
9. Es wird grüner oder gelber Schleim abgehustet.



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